Studierende der Humanmedizin im Masterstudium

Die Universitätsklinik für Intensivmedizin bietet im Rahmen der ärztlichen Ausbildung neben den obligatorischen Vorlesungen zusätzliche Veranstaltungen, Praktikumsstellen und Möglichkeiten der Masterarbeiten und Dissertationen an.

Wahlstudienjahr (WSJ)/Praktisches Jahr (PJ)

Wahljahrstudentinnen und Wahljahrstudenten haben die Möglichkeit, während einer Zeitdauer von – in der Regel – drei Monaten (Rotation) ihren Erfahrungen gemäss auf unserer Intensivstation zu arbeiten. In Ausnahmefällen und nach Rücksprache mit dem Leiter des WSJ-Programms ist auch ein Einsatz von zwei Monaten möglich.

Lernziel

  • Am Ende des Wahlprogrammes sollten die Studierenden einfache klinische Untersuchungsmethoden am komplizierten Intensiv-Patienten selbständig durchführen und eine Beurteilung erarbeiten können.

Die Studierenden erhalten Einblick in die Behandlung von Intensiv-Patienten verschiedener Schweregrad-Kategorien (maschinelle Beatmung, akut-lebensbedrohliche Kreislaufprobleme, Infusionstherapie inkl. parenterale Ernährung etc.):

  • Schrittweise Erfahrung mit einfachem und kompliziertem Monitoring, Beurteilung verschiedenster Labordaten.
  • Unter Aufsicht einer Assistentin, eines Assistenten oder einer Oberärztin, eines Oberarztes betreut die oder der Studierende ein bis zwei Patienten mit definierten Problemen und führt die betreffenden Krankengeschichten.
  • Teilnahme an den Chefvisiten und an den wöchentlichen Fortbildungsveranstaltungen. 

Hinweise zur Rotation

  • Eine Rotation beginnt in der Regel quartalsweise (01.01., 01.04., 01.07., 01.10.), damit die Wahljahrstudentinnen und Wahljahrstudenten an den quartalsweise stattfindenden Einführungskursen teilnehmen können.
  • Die Entschädigung erfolgt nach kantonalen Richtlinien, zurzeit beträgt der Monatsbruttolohn CHF 1'200.00 (Stand 2021).
  • Je nach Verfügbarkeit ist es möglich, ein Zimmer in einem der Personalhäuser zu mieten.

Wichtige Informationen für Studierende ausländischer Universitäten

Die Universitätsklinik für Intensivmedizin behandelt Patientinnen und Patienten aller Fachgebiete, bescheinigt aber als Fach «Intensivmedizin». Wir empfehlen ausländischen Studierenden, sich vor der Bewerbung zu erkundigen, ob die jeweilige Universität oder das zuständige Landesprüfungsamt die Rotation anerkennt. Die Erfahrung zeigt, dass österreichische Universitäten unsere Klinik/das Fachgebiet problemlos anerkennen, deutsche Landesprüfungsämter haben keine gemeinsame Richtlinie und sind sehr unterschiedlich in der Handhabung.

Für allfällige Äquivalenzbescheinigungen, sonstige unterstützende Schreiben und für weitere Informationen steht Ihnen der Leiter des WSJ-Programms gern zur Verfügung.

Für eine Bewerbung benötigen wir ein kurzes Bewerbungsschreiben und einen Lebenslauf.

Schlusskurs 2 (fakultative Veranstaltung)

Der Schlusskurs 2 findet als Fallbesprechung am Patientenbett (Bedside Teaching) statt. Die Anzahl Teilnehmende ist auf sechs Studierende pro Kurs limitiert. Der Kurs findet jedes Jahr von Februar bis ca. Mai statt, jeweils eine Stunde pro Woche.

Lernziele

  • Klinische Betreuung und pathophysiologische Grundlage beim akut kritisch kranken Erwachsenen.
  • Erkennen und Beschreiben der klinischen Zeichen des akut kritisch Kranken.
  • Erkennen und Beschreiben der relevanten Veränderung von Vitalparametern und der typischen pathophysiologischen Befunde.
  • Beschreiben der grundlegenden Überwachungs- und Behandlungskonzepte bei drohender oder manifester Störung von Vitalfunktionen.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite der Medizinischen Fakultät der Universität Bern. Es können sich nur an der Universität Bern immatrikulierte Studierende der Medizin anmelden.

Masterarbeiten und Dissertationen

Im Rahmen der klinischen und experimentellen Forschung bieten wir an der Universität Bern immatrikulierten Studierenden der Medizin die Möglichkeit, bei uns Masterarbeiten und Dissertationen durchzuführen.

Weiterführende Informationen zu Masterarbeiten und Dissertationen finden Sie auf der Webseite der Medizinischen Fakultät der Universität Bern.